Kurzfassung: Ein GEO-Berater sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen in den Antworten von KI-Assistenten wie ChatGPT, Google AI Overviews und Gemini vorkommt, nicht nur in der blauen Linkliste. Die Leistung besteht aus vier Bausteinen: einem Audit mit dokumentierten Testfragen, zitierfähigem Antwort-Content, technischer Maschinenlesbarkeit und laufendem Monitoring. Die Bezeichnung „GEO-Berater“ ist in Österreich nicht geschützt; prüfbar sind dafür die Gewerbeberechtigung im öffentlichen Gewerberegister, die Messmethode und die offengelegten Zahlen. Das schärfste Auswahlkriterium ist deshalb eine einzige Frage: Zeigt Ihnen der Anbieter seine eigene Messung samt Nenner, oder verspricht er Nennungen?

Was macht ein GEO-Berater?

Ein GEO-Berater arbeitet daran, dass eine KI Ihr Unternehmen als Antwort nennt, nicht nur, dass sie es kennt. Die Arbeit zerfällt in vier Bausteine, und ein sauberes Angebot listet sie einzeln auf, jeweils mit eigenem Preis und eigenem Ergebnis:

  • Audit. Wo steht Ihre Firma heute in ChatGPT, Gemini und den AI Overviews, gemessen an dokumentierten Testfragen aus Kundensicht, samt Antwort auf die unangenehme Frage, wer stattdessen genannt wird.
  • Antwort-Content. Seiten und Artikel, die eine echte Kundenfrage in den ersten Sätzen abschließend beantworten. Modelle zitieren Aussagen, die auch ohne ihre Umgebung tragen.
  • Maschinenlesbarkeit. Strukturierte Daten, klare Überschriftenlogik, Inhalt im HTML statt erst per JavaScript nachgeladen, und KI-Crawler, die nicht ausgesperrt sind.
  • Monitoring. Dieselben Fragen über Monate wiederholt gemessen, damit Veränderung von Tagesform unterscheidbar wird.

Und was ein GEO-Berater nicht kann: eine Nennung garantieren. Niemand hat Zugriff auf die Auswahl, die ein Modell im Moment der Antwort trifft. Was die vier Bausteine inhaltlich bedeuten, steht im Beitrag GEO: Wie Ihre Firma zur Antwort von ChatGPT und Google AI wird.

Welche Anbietertypen gibt es in Österreich?

Vier, und sie unterscheiden sich weniger im Vokabular als im Schwerpunkt. Sie erkennen den Typ daran, welcher der vier Bausteine im Angebot am ausführlichsten beschrieben ist:

  • SEO-Agenturen mit GEO-Modul. Stark bei Technik und Messbarkeit. Prüfen Sie, ob GEO dort eigene Testfragen hat oder nur ein umbenannter Ranking-Report ist.
  • Full-Service-Digital- und Werbeagenturen. Stark bei Umsetzungstempo und Textproduktion. Der Engpass ist meist die Messung: Es entsteht viel Inhalt, die Wirkung wird nicht überprüft.
  • Spezialisierte Einzelberater und Unternehmensberatungen. Stark bei Fachtiefe und Zurechenbarkeit, weil eine Person antwortet und haftet. Der Engpass ist Kapazität, nicht Können.
  • Tool-Anbieter für KI-Monitoring. Liefern Zahlen, keine Beratung. Ein Dashboard beantwortet nicht, warum Sie nicht genannt werden.

Warum hier keine Rangliste mit Firmennamen steht, sage ich lieber offen: Ich bin selbst Anbieter in diesem Markt. Eine Reihung aus meiner Feder wäre keine Marktübersicht, sondern eine Verkaufsunterlage, und eine Liste, die im September stimmt, ist im Februar falsch. Länger halten Kriterien, mit denen Sie Ihre eigene Auswahlliste bauen.

Was gehört in ein GEO-Audit?

Ein GEO-Audit ist erst dann eines, wenn Sie das Ergebnis ohne den Berater nachvollziehen können. Fünf Bestandteile müssen darin vorkommen:

  1. Das Fragenset im Wortlaut. Welche Fragen wurden gestellt, in welcher Sprache, für welche Region? Ohne diese Liste ist nichts davon wiederholbar.
  2. Die Antworten als Beleg, nicht deren Zusammenfassung, und dazu die genannten Quellen. Diese Quellen sind Ihre eigentlichen Mitbewerber um die Antwort, nicht die Firmen, die Sie dafür gehalten haben.
  3. Der technische Befund. Ist der Inhalt im HTML lesbar, sind die KI-Crawler zugelassen, tragen die strukturierten Daten? Eine erste Näherung bekommen Sie in zehn Sekunden selbst über den GEO-Scan.
  4. Der Befund außerhalb Ihrer Website: Verzeichnisse, Kammer- und Branchenprofile, Kartendienste, Fachmedien.
  5. Eine priorisierte Maßnahmenliste mit Aufwand und erwarteter Wirkung. Eine reine Mängelliste ist kein Ergebnis, sondern eine Hausaufgabe.

Für eine eigene Standortbestimmung vor dem ersten Gespräch stellt der KI-Sichtbarkeits-Check fünf Testfragen und liefert einen Score. Das ersetzt kein Audit, macht das Erstgespräch aber konkreter.

Wie erkennen Sie ein sauberes KI-Monitoring?

An vier Regeln, die alle vor der ersten Messung feststehen müssen. Ich habe in meiner eigenen Messreihe jede dieser vier Regeln einmal verletzt, bevor die Zahlen belastbar waren:

  • Das Fragenset steht vorher fest und bleibt gleich. Wer Fragen nachträglich austauscht, misst seinen eigenen Optimismus.
  • Gemessen wird abgemeldet. Eingeloggt zieht ein Assistent das Gedächtnis des Kontos heran und antwortet freundlicher, als er einem fremden Interessenten antworten würde. Bei ChatGPT ist der temporäre Chat das Mittel dagegen.
  • Jede Zahl hat einen Nenner. „Dreimal genannt“ ist keine Kennzahl. „Drei von zwölf geprüften Antworten“ ist eine.
  • Die Methode wird mitveröffentlicht, besonders dann, wenn sie sich ändert.

Warum die halbe Arbeit außerhalb Ihrer Website liegt

Weil KI-Assistenten bei regionalen Fragen nicht nur Websites lesen, sondern fertige Datenblöcke einblenden. In meiner Messung im September 2026 hat ChatGPT bei zwei von sechs regionalen Beraterfragen eine Kartenbox mit Einträgen aus dem Google-Branchenverzeichnis eingeblendet, den sogenannten Local Pack, und daraus Kategorie und Sternebewertung wörtlich in die Antwort übernommen. Wer dort nicht mit der passenden Kategorie steht, kann die beste Website haben und trotzdem fehlen.

Dasselbe gilt für Profile bei Dritten. In meiner Messung hat ChatGPT eine Nennung nicht mit der Website des Anbieters belegt, sondern mit dessen Eintrag in Firmen A-Z der Wirtschaftskammer und weiteren Profilseiten. Bei einer anderen Frage hat das Modell seine Auswahl ausdrücklich damit begründet, dass der Kammereintrag eines Anbieters ein bestimmtes Zertifikat auswies. Fragen Sie im Erstgespräch also ausdrücklich nach dem Teil außerhalb Ihrer Domain.

Woran erkennen Sie einen guten GEO-Berater in Österreich?

An fünf Dingen, die Sie alle selbst prüfen können, drei davon in wenigen Minuten:

  1. Die Gewerbeberechtigung. „Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation“ ist in Österreich ein reglementiertes Gewerbe (§ 94 Z 74 GewO 1994, Quelle: ris.bka.gv.at, Stand September 2026), Werbung und Marktkommunikation dagegen ein freies. Beides kann für GEO-Arbeit passen, entscheidend ist, dass Sie wissen, was Sie einkaufen. Nachsehen können Sie das kostenlos in der öffentlichen GISA-Abfrage des Gewerberegisters.
  2. Die eigene Sichtbarkeit des Anbieters. Stellen Sie einer KI die Frage, die ein Kunde stellen würde, in Ihrer Region. Fehlt der Anbieter, ist das kein Ausschlussgrund, aber eine gute Frage fürs Erstgespräch.
  3. Ein offengelegtes Messprotokoll nach den vier Regeln oben. Wer es nicht zeigen kann oder will, hat keines.
  4. Zuständigkeit über die Domain hinaus, also Branchenprofile, Kammereintrag und Kartendienste als Teil des Auftrags und nicht als Ihre Hausaufgabe.
  5. Ein Angebot mit Fixpreis je Baustein statt einer Pauschale für „GEO“.

Es gilt dasselbe wie bei geförderter Digitalberatung: Nachprüfbare Qualifikation schlägt Selbstbeschreibung. Wie das im geförderten Umfeld formal geregelt ist, steht im Beitrag KMU.DIGITAL-Berater finden.

Was kostet GEO-Beratung in Österreich?

Belastbare Zahlen entstehen erst nach dem Audit. Was Sie aber vorab verlangen können, ist die Struktur des Preises: zuerst ein Audit zum Fixpreis mit definiertem Ergebnisdokument, das Sie zu nichts weiter verpflichtet, danach Fixpreise je Baustein, damit Sie Teile im Haus behalten können, und eine laufende Betreuung erst ab dem Punkt, an dem gemessen und nachgesteuert wird.

Was den Preis treibt, ist selten die Technik, sondern die Frage, wie viel Fachwissen aus Ihrem Haus in die Texte fließt. Inhalt aus Ihrer Praxis ist teurer in der Vorbereitung und billiger in der Wirkung, weil er nicht austauschbar ist. Ob ein Beratungsprojekt über KMU.DIGITAL gefördert werden kann, hängt vom Modul und vom Stand des Fördertopfs ab; beides halte ich mit Quelle und Datum auf der Übersicht der Digitalisierungsförderungen nach, denn dafür ändert es sich zu oft.

Welche Warnsignale sprechen gegen einen Anbieter?

Vier, und jedes einzelne rechtfertigt eine Rückfrage, bevor Sie unterschreiben:

  • Garantierte Nennungen oder ein garantierter Platz in der KI-Antwort. Nicht lieferbar, siehe oben.
  • Die llms.txt als Kernleistung. Sie ist schnell erstellt und schadet nicht, aber sie ist nicht der Hebel.
  • Erfolgsmeldungen ohne Nenner. „Sichtbarkeit verdreifacht“ ohne Angabe, wie viele Antworten geprüft wurden, ist kein Ergebnis, sondern eine Formulierung.
  • Ein Angebot nach Textmenge. „Zwölf Artikel im Monat“ ist eine Produktionszusage. Zitiert wird nicht, wer am meisten schreibt, sondern wer eine Frage abschließend beantwortet.

Fazit

GEO-Beratung ist in Österreich ein junger, unregulierter Markt mit sehr unterschiedlichen Anbietern, und genau deshalb ist die Auswahl handwerklich lösbar. Verlangen Sie das Fragenset, den Nenner und die Zuständigkeit über die eigene Website hinaus, dann sortiert sich die Liste von selbst. Wie ich das anlege, steht auf der Seite GEO, wie es sich in planbare Vertriebsarbeit einfügt, unter Performance Sales. Wer dahintersteht, steht im Profil, Beispiele aus der Kommunikationsarbeit unter Referenzen Marke & Design und im Projekt-Archiv, gefiltert auf Marke, Design & Kommunikation, 8 der insgesamt 89 dokumentierten Projekte.

Häufige Fragen zu GEO-Beratern in Österreich

Was macht ein GEO-Berater?

Ein GEO-Berater sorgt dafür, dass ein Unternehmen in den Antworten von KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini und den Google AI Overviews genannt wird. Die Leistung besteht aus vier Bausteinen: Audit mit dokumentierten Testfragen, zitierfähiger Antwort-Content, technische Maschinenlesbarkeit und laufendes Monitoring.

Braucht man für GEO-Beratung in Österreich eine Gewerbeberechtigung?

Die Bezeichnung „GEO-Berater“ ist nicht geschützt. „Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation“ ist in Österreich allerdings ein reglementiertes Gewerbe (§ 94 Z 74 GewO 1994), Werbung und Marktkommunikation dagegen ein freies Gewerbe. Welche Berechtigung ein Anbieter hat, lässt sich kostenlos in der öffentlichen GISA-Abfrage nachsehen. Das ist keine Rechtsberatung.

Was gehört in ein GEO-Audit?

Das Fragenset im Wortlaut, die Antworten samt den darin genannten Quellen, der technische Befund zur Maschinenlesbarkeit, der Befund außerhalb der eigenen Website und eine priorisierte Maßnahmenliste mit Aufwand und erwarteter Wirkung.

Wie erkenne ich ein seriöses KI-Monitoring?

Das Fragenset steht vorher fest und bleibt gleich, gemessen wird abgemeldet statt im eingeloggten Konto, jede Zahl hat einen Nenner, und die Methode wird mitveröffentlicht, gerade wenn sie sich ändert.

Was kostet GEO-Beratung in Österreich?

Belastbare Zahlen entstehen erst nach dem Audit. Verlangen kann man aber die Preisstruktur: ein Audit zum Fixpreis, danach Fixpreise je Baustein und erst zuletzt eine laufende Betreuung. Den Preis treibt vor allem, wie viel eigenes Fachwissen in die Inhalte fließt.

Hinweis: Die gewerberechtliche Einordnung ist eine Orientierung nach dem angegebenen Stand und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall; maßgeblich ist der Wortlaut der Gewerbeordnung 1994 auf ris.bka.gv.at.