Digitalisierungsförderungen in Österreich: Bund und alle neun Bundesländer.
Für die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen gibt es in Österreich zwei Ebenen: das bundesweite Programm KMU.DIGITAL 4.0 samt der Schiene GREEN, das die Beratung selbst fördert, und die Wirtschaftsförderungen der neun Bundesländer, die vor allem Projekte und Investitionen fördern. Das Bundesbudget ist derzeit ausgeschöpft, mehrere Länderprogramme nehmen weiterhin Anträge. Diese Seite führt beide Ebenen zusammen, mit Stand und Quelle bei jedem Eintrag.
KMU.DIGITAL 4.0 & GREEN
Bundesebene: KMU.DIGITAL 4.0 & GREEN
Das einzige bundesweite Programm, das die Beratung zur Digitalisierung direkt fördert. Es hat einen Jahresrhythmus: Das Budget wird zu Jahresbeginn freigegeben und ist erfahrungsgemäß im Lauf des Jahres ausgeschöpft. Die Ampel oben zieht ihren Stand monatlich direkt von kmudigital.at.
Wortlaut auf kmudigital.at, geprüft am 07.08.2026
„Das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 ist vollständig ausgeschöpft. Eine Antragstellung für Beratungs- und Umsetzungsförderung ist somit nicht mehr möglich.“
Derselbe Hinweis steht auf der Startseite von KMU.DIGITAL & GREEN und gilt dort für alle drei Module. Die GREEN-Schiene läuft also nicht separat weiter, auch wenn das an einigen Stellen im Netz behauptet wird.
Die drei Module und ihre Sätze
Status- & Potenzialanalyse
80 % der Beratungskosten, maximal 400 €.
Strategieberatung
50 % der Beratungskosten, maximal 1.000 €.
Umsetzungsförderung
30 % Zuschuss, maximal 6.000 €.
Quelle: kmudigital.at, geprüft am 07.08.2026
Die neun Bundesländer
Die Länder gehen unterschiedlich vor. Wien, die Steiermark und Kärnten veröffentlichen konkrete Programme mit Namen und Beträgen. Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg arbeiten stärker über Förderberatung im Einzelfall. Beides ist legitim, es ändert nur den Weg zum Antrag.
Wichtig zur Einordnung: Für die Länderprogramme führe ich keine laufende Budget-Ampel. Die Angaben sind ein von Hand geprüfter Stand vom 07.08.2026, direkt bei den Förderstellen erhoben. Budgets können jederzeit ausgeschöpft sein. Maßgeblich ist immer die jeweilige Stelle, deshalb steht bei jedem Eintrag der Link dorthin.
WienWirtschaftsagentur Wien
Führt mit Förderung Digitalisierung eine eigene Schiene für KMU, die Digitalisierungsmaßnahmen umsetzen, mit bis zu 50.000 € je Projekt. Als Einreichfristen sind der 30. September und der 31. Dezember 2026 genannt. Daneben fördert Lebendiges Grätzl Erdgeschoßlokale mit bis zu 20.000 €, Digitalisierungsmaßnahmen sind ausdrücklich Teil davon.
Niederösterreichecoplus
Die Wirtschaftsagentur des Landes. Sie veröffentlicht keinen offenen KMU-Förderkatalog, sondern arbeitet mit Förderberatung im Einzelfall, dazu kommt die Regionalförderung. Der Weg führt hier über das Gespräch, nicht über eine Programmliste.
OberösterreichBusiness Upper Austria
Die Standortagentur des Landes, kurz biz-up. Auch hier läuft der Zugang über Förderberatung und Veranstaltungen statt über eine zentrale Programmliste. Wer konkret sucht, nimmt am besten direkt Kontakt auf.
SalzburgLand Salzburg
Das Land führt seine Wirtschaftsförderung selbst und nennt darunter eine Digitalisierungsoffensive, dazu Coaching, Forschung und Entwicklung sowie Gründung und Übernahme.
SteiermarkSFG
Das dichteste Programm-Set aller Länder. Cyber!Sicher fördert IT-Sicherheitsanalysen, Beratung, Investitionen und Schulungen mit bis zu 30 % und maximal 15.000 €. Ideen!Reich deckt Innovationsvorhaben von 14.000 € (Modul XS) bis 75.000 € (Modul XL) ab. Lebens!Nah fördert die Digitalisierung von Produktions-, Vertriebs-, Marketing- und innerbetrieblichen Prozessen mit 30 %. Start!Klar richtet sich mit bis zu 37.500 € an Gründungen.
TirolStandortagentur Tirol
Bündelt Landes-, Bundes- und EU-Programme und führt eine Liste aktueller Calls. Konkrete Programmnamen und Beträge nennt die Übersicht nicht, der Weg führt über die Förderberatung.
VorarlbergWISTO
Die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH berät Betriebe kostenlos zu Forschung, Entwicklung und Innovation und begleitet durch die Förderabwicklung. Einen eigenen Digitalisierungs-Förderkatalog führt sie nicht.
KärntenKWF
Der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds führt mehrere einschlägige Schienen: Umsetzung.KI für KI-Vorhaben, Umsetzung.F&E&I und Start.F&E&I für Forschung, Entwicklung und Innovation sowie Strategie.IMPULS.
BurgenlandWirtschaftsagentur Burgenland
Die zentrale Stelle für Wirtschaftsförderungen im Land. Das Angebot ist in Gewerbe, Tourismus, Innovation, Finanzierung sowie Energie- und Umweltmaßnahmen gegliedert.
Häufige Fragen
Kann ich KMU.DIGITAL gerade beantragen?
Nein. kmudigital.at hält fest, dass das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 vollständig ausgeschöpft und eine Antragstellung für Beratungs- und Umsetzungsförderung nicht mehr möglich ist. Geprüft am 07.08.2026.
Gilt das auch für die GREEN-Schiene?
Ja. Derselbe Hinweis steht auf der Startseite von KMU.DIGITAL & GREEN und bezieht sich dort auf alle drei Module, also Status- und Potenzialanalyse, Strategieberatung und Umsetzungsförderung.
Wie hoch ist die KMU.DIGITAL-Förderung?
Status- und Potenzialanalyse 80 % (max. 400 €), Strategieberatung 50 % (max. 1.000 €), Umsetzungsförderung 30 % Zuschuss (max. 6.000 €).
Welches Bundesland fördert Digitalisierung am konkretesten?
Nach dem geprüften Stand sind das Wien mit einer eigenen Digitalisierungsschiene bis 50.000 € und die Steiermark mit gleich mehreren Programmen, darunter Cyber!Sicher für IT-Sicherheit. Kärnten hat mit Umsetzung.KI eine ausdrückliche KI-Schiene.
Lassen sich Bundes- und Landesförderung kombinieren?
Das hängt vom jeweiligen Programm ab und gehört vor der Antragstellung geklärt, weil Doppelförderung in vielen Richtlinien ausgeschlossen ist. Genau dafür ist das Erstgespräch da.